Pressespiegel    Dingolfinger Anzeiger 31.05.2005                                                          
Rocking Dance Company Dingolfing e.V. 

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TSC und Rock'n'Roller sind außer Tritt

Am Montag den 30.5.2005 trainierten die Rock'n'Roll Trainerinnen mit ihren Schützlingen im Freien, nachdem ihnen der Zutritt zur Turnhalle von Hr. Labermayer, Hr. Fuss und Hr. Drechsel ( TSC Präsidium) verwehrt worden war. Das Open Air Training geht in dieser Woche weiter.

 

 

Der Auftritt der Rock'n'Roller ist einer der Höhepunkte der "Showtime"- Aufführung. Die Aufnahme stammt von "Showtime 2004" im vergangenen November.

Dingolfing. Beim Tanzsportclub Dingolfing ( TSC Rot Weiß Casino Dingolfing e. V ) herrscht Aufruhr. Das Präsidium hat sich von drei Rock'n'Roll Trainerinnen getrennt und einen Ersatz bereit gestellt. Doch die Eltern der betroffenen Kinder wollen den personellen Wechsel nicht mitmachen. Sie wollen eine Rücknahme der Kündigungen erreichen.

 

Musikalische Beschallung am frühen Montagabend (30.5.2005) in der Gegend um die Grundschule St. Josef: Drei Trainerinnen des TSC trainieren mit ihren Rock'n'Roll-Schützlingen im Freien auf dem Parkplatz gegenüber der Schule. Derweil sitzt der neu eingesetzte Trainer Heribert Poznanzki mit TSC-Präsident Alois Labermeyer und zwei weiteren Vorstandsmitgliedern (Franz Xaver Fuss und Kai Drechsel) allein in der Turnhalle. Alle 108 Rock'n'Roll-Kinder und -Jugendliche haben die Übungsstunde des neuen Trainers boykottiert.

Für Präsident Labermeyer ist damit der schlimmste anzunehmende Fall eingetreten. Wohl habe er es für möglich gehalten, dass einige Kinder und Eltern den personellen Wechsel nicht mittragen, sagt er, doch mit einer derartigen Geschlossenheit habe er nicht gerechnet.

Trotzdem: Alois Labermeyer kann und will nicht mehr zurück. Er hält an der Kündigung der Trainerinnen Marina und Manuela Schmeißer sowie Sabrina Graf fest. Zu dritt hatten sie die Gruppen Rock'n'Roll Kids l, Rock'n'Roll Kids 2, Rocky Ghosts, the Skylights und Rocking Heartbeat trainiert, teilweise schon mehrere Jahre. Insgesamt 108 Kinder und Jugendliche sind in den Gruppen. In der vergangenen Woche war damit Schluss. „Aus wichtigem Grund" beendet der Verein die Zusammenarbeit mit ihnen und zwar mit sofortiger Wirkung, hieß es im Kündigungsschreiben. Was unter „wichtigem Grund" zu verstehen sei, erläuterte Labermeyer dann mündlich: Die Vorbereitung eines Wechsels der Sparte zu einem anderen Hauptverein durch den Vater der Trainerinnenschwestern sei grob vereinsschädigend, zumal die Trainerinnen dies gewusst hätten. Dies wird jedoch von den Trainerinnen dementiert. Hintergrund dieser Formulierung dürfte wohl das Verhältnis zwischen Präsident Labermeyer und dessen ehemaligem Vize Gerhard Schmeißer sein, das in der Vergangenheit nicht frei von Spannungen war. Schmeißer war zwischen 1997 und 2001 Vizepräsident des TSC, danach drei Monate Abteilungsleiter Rock'n'Roll, dann wieder fünf Monate Vizepräsident. Danach waren die Rock'n'Roller lange Zeit ohne Abteilungsleiter, zuletzt wurden sie kurzfristig von Tina Reder geleitet, die im Zuge der aktuellen Querelen nun den Bettel hinwarf. Die Anspannung zwischen Hauptverein und Abteilung Rock'n'Roll hatte auch zu einer beiläufigen und unverbindlichen Anfrage Schmeißers bei einem anderen Verein geführt.
Die Eltern der 108 Rock'n'roll-Kinder und -Jugendlichen wollen die Spannungen jedoch nicht auf dem Rücken ihrer Sprösslinge ausgetragen sehen. Auf einer Zusammenkunft am vergangenen Samstag im Gasthaus Bubenhofer war man übereinstimmend der Ansicht, dass die Entscheidung, die Trainerinnen zu entlassen, ohne Befragung der Gruppen und deren Erziehungsberechtigten nicht richtig sein kann. Die im Schreiben aufgeführten Beweggründe für die Entlassung sehen sie als keinesfalls ausreichend an. Man könne daraus auch kein grobes vereinsschädigendes Verhalten der Trainerinnen ableiten. Es müsste nachgeprüft werden, ob dieser Rausschmiss satzungskonform ist, dem Vereinsrecht und dem rechtlichen Rahmen entspricht.
„Die Gruppen werden diese Kündigung nicht akzeptieren", heißt es in einem Schreiben, das Labermeyer zugeleitet wurde. Weiter wird auf ein überaus kameradschaftliches Verhältnis verwiesen, das die Rock'n'Roller im Laufe der Jahre mit ihren Trainerinnen aufgebaut haben. Lernpsychologisch wäre eine Trennung auch nicht förderlich. Die Sparte mit ihren Trainerinnen wollten aber dem Hauptverein angeschlossen bleiben. Die Eltern fordern in dem Schreiben Präsidium und Präsidenten auf, die ausgesprochene Kündigung bis zum 6. Juni zurückzuziehen.

Eventuell wollen die Eltern auch Bürgermeister Josef Pellkofer und Landrat Heinrich Trapp um Vermittlung bitten.


© RDC Dingolfing, 10.12.2009